Geschichte der Bad Berleburger Kulturgemeinde
Kulturgemeinde Bad Berleburg von Vorsitzenden geprägt
Aber: Geschichte der Kulturgemeinde mit vielen Namen verbunden
Bad Berleburg. (pr) Die Geschichte der Kulturgemeinde Bad Berleburg ist mit Namen verbunden. Insbesondere mit denen ihrer Vorsitzenden. An die erinnerte Otto Marburger, der selbst schon seit 20 Jahren im Amt ist und den ersten Vorsitzenden noch persönlich kennenlernte. Martin Deppe, der 1951 Vorsitzender und später liebevoll Kulturvater genannt und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, unterrichtete noch den Sextaner Marburger. In den 50er Jahren schaffte er es, ein breit gefächertes Programm aus Konzerten, Theaterstücken, Filmen und Vorträgen auf die Beine zu stellen. Rund 30 Veranstaltungen lockten jährlich die Berleburger und "der Bekanntheitsgrad der Künstler hatte ein Niveau, das heute kaum erreichbar ist", sagt Otto Marburger. "Die Gagenforderungen waren damals noch nicht ins Unermessliche gestiegen." Als in den 60ern das Fernsehen zu leeren Stühlen in den nicht mehr attraktiv erscheinenden Spielstätten führte, gab Deppe resigniert auf.
Marianne Vos, die im vergangenen Jahr in Köln verstarb, trat in seine Fußstapfen und wagte 1969 den Schritt ins Schloss. Sie sorgte auch für die Verbindung zu Luz Leskowitz, der die Musikfestwoche, bis heute eines der Premiumprodukte der Kulturgemeinde, ab 1973 über Jahrzehnte prägte. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie 1980 Bad Berleburg. Ihr Nachfolger, der Leiter des Johannes-Althusius-Gymnasiums, Horst Oberwörder, führte die Kulturgemeinde durch schwierige Zeiten, in denen selbst die Musikfestwoche gefährdet war. 1991 gab er das Amt an Otto Marburger ab.
Der erinnerte am Montagabend auch an viele andere helfende Hände - unter ihnen Hartmut Just, der die Schlosskonzerte über Jahre organisierte, bevor 1995 Christoph Haupt diese Aufgabe übernahm, aber auch an Erika Zoll, die allen vier Vorsitzenden in der Organisation zuarbeitete oder an Ellen Bay Neweling, die viele der ersten Programmhefte zusammen mit Wolfgang Kreutter gestaltete. Marburger: "Alle haben mit Herzblut ihre Arbeit getan und es waren natürlich mehr als in einem kurzen Abriss erwähnt werden können."
Von Karl-Peter Rasche
WESTFALENPOST vom 05.01.2011
Bildquelle: Fotos (2) von Privat



