Sinfoniekonzert
"Neujahrskonzert 2012" mit der Philharmonie Südwestfalen
Ein grandioser Jahresauftakt
Auch Bad Berleburger Publikum bejubelte Russell N. Harris
und die Philharmonie Südwestfalen
Bad Berleburg. (cs) Er hat es wieder gemacht - zur großen Freude seines Berleburger Publikums. Stellvertretend für alle im Bürgerhaus sprach Otto Marburger (Vorsitzender der Berleburger Kulturgemeinde) dem englischen Ex-Orchesterleiter der Südwestfälischen Philharmonie, Russell N. Harris, sein herzliches Dankeschön für ein wundervolles Konzert und für sein erneutes Kommen aus.
Eigentlich hatte sich der gebürtige Londoner schon im vergangenen Sommer von den Wittgensteiner Bühnen als Dirigent verabschiedet. Doch seine Beliebtheit und auch die freundschaftliche Beziehung zu Wittgenstein und seiner großen Fangemeinde rief ihn hier wieder auf den Plan.
Wie bereits am Tag zuvor in Bad Laasphe, hat das Orchester mit großen Melodien der ebenso großen Meister der italienischen Komposition Rossini, Puccini und Verdi aufgewartet. Doch auch musikalische Schöpfer des deutschsprachigen Raumes, die beiden Österreicher Johann Strauß (Sohn) und Franz von Suppé und Giacomo Meyerbeer erfüllten das ausverkaufte Bürgerhaus mit ihren beliebten, schwungvollen Melodien. Zum Tanzen war es an dieser Stelle leider viel zu eng, doch unter den gut 400 Gästen im Saal war eine Menge Menschen, die dazu gern die Gelegenheit ergriffen hätten. Russell N. Harris hat auf seinem Podium dafür ersatzweise die Hüften kreisen lassen und so manchen Takt rhythmisch mit den Beinen versehen.
Russell N. Harris ist seit vielen Jahren bekannt für den Schalk in seinem Nacken und für humorige Kommentare. Sei es nun der nach Konzertbeginn eintreffende Zuhörer, der persönlich von ihm vor versammelter Zuschauermenge begrüßt wird oder die verbale Ausschmückung "diabolisch" klingender Walzer. Steif geht es in seinen Konzerten niemals zu, was auch stets seinen Erfolg garantiert. Auch künftig.
Ob er weitere Sinfoniekonzerte in Berleburg in der Saison 2012 erwägt, ist nicht bekannt, die Menschen hoffen jedoch insgeheim darauf. Der tosende Applaus inklusive Füße stampfen nach dem finalen und obligatorischen Radetzkymarsch war Aussage genug über einen grandiosen musikalischen Jahresauftakt 2012.
Von Christiane Sandkuhl
WESTFALENPOST vom 07.01.2012
Bildquelle: WP-Foto von Christiane Sandkuhl (cs)


