Internationale Musikfestwoche

"Matinée - Familienkonzert"

38. Internationale Musikfestwoche auf Schloss Berleburg

  • Ohne Mette Hanskov (l.), die sich das Konzept erdachte, wäre eine so erfrischende Vormittagskonzertveranstaltung kaum möglich gewesen. Pavel Chufarov (r.) 'assistiert' mit dem Kontrabass-Konkurrenten Bassbalalaika. (WP-Foto: Christiane Weinhold)
  • Bei Isabelle Pape und Sarah Mersmann (2. u. 3. v. l.) ist ihre Liebe zur Musik und zum Instrument deutlich spürbar. (WP-Foto: Christiane Weinhold)

Bad Berleburg. (cw) Elf Instrumentalisten und die Sopranistin Dina Khusaenova waren die großen Macher der Matinée für Menschen von fünf Monaten bis 99 Jahren.

Das Konzept zu dieser Veranstaltung innerhalb der Internationalen Musikfestwoche auf Schloss Berleburg lieferte vor vielen Jahren die dänische Kontrabassistin Mette Hanskov. Wie in jedem Jahr war auch an diesem Vormittag das Schlossfoyer gut gefüllt mit Berleburger Kindern, deren Eltern und vielen Omas und Opas. Christoph Haupt, der zweite Vorsitzende der Berleburger Kulturgemeinde, die neben den Salzburger Solisten Mitorganisator der Festreihe ist, moderierte das Konzert wie eine fröhliche Fernsehsendung. Aber nicht nur die Künstler der inzwischen seit 38 Jahren existierenden Sommermusikwoche kamen mit ihren Instrumenten "zu Wort", auch Isabelle Pape und Sarah Mersmann (beide Geige), Schülerinnen der Musikschule Wittgenstein, waren so ein bisschen die jungen Musiksternchen im Kreise der ganz Großen. Sie durften in der ersten Reihe direkt vor der Hausherrin, Prinzessin Benedikte, ihr Debüt im Schloss mit Antonin Dvoraks "Humoreske" geben. Das gelang, und zwar fehlerfrei und ohne Lampenfieber. Beide sind es bereits gewöhnt vor Publikum aufzutreten und beide haben eine fundierte Ausbildung auch Instrumentenkunde erhalten. Im Schloss erklärte Christoph Haupt die Abstufungen der Saiteninstrumente von der Geige, über die Bratsche, die auch Viola heißt, hin zum Violoncello und dann zum Riesen unter diesen Instrumenten, dem Kontrabass. Er fand Verbindungen zur Domra, die der russischen Balalaika recht ähnlich ist und wies die Kinder darauf hin, wie schwierig es ist, die Saiten dort zu beherrschen.

Mit viel Applaus ging der Vormittag viel zu schnell zu Ende. Doch nun wissen auch die Kleinsten, welche Arbeit J. S. Bach mit den Kompositionen seiner Sonntagskantaten hatte, die er für jeden Sonntag im Jahreskreis für verschiedene Kirchen neu komponieren musste.

Von Christiane Weinhold

WESTFALENPOST

WESTFALENPOST vom 12.07.2010
Bildquelle: WP-Fotos (2) von Christiane Weinhold (cw)


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  Kreis Siegen-Wittgenstein