Sinfoniekonzert

"Frühjahrskonzert 2011" mit der Philharmonie Südwestfalen

Philharmonie Südwestfalen servierte den Genuss für die Ohren
Klassikliebhaber kamen beim Frühjahrskonzert voll auf ihre Kosten

Eine tolle Kombination: die Philharmonie Südwestfalen und der 22-jährige Mailänder Violinist Edoardo Zosi. Gemeinsam konzertierten sie beim Frühlingskonzert im Bad Berleburger Bürgerhaus. (SZ-Foto: Ann Kathrin Müsse)

Bad Berleburg. (akm) Die südwestfälischen Philharmoniker sind gern gesehene Gäste in der Odebornstadt und ein Garant für großartige Klassikkonzerte. Bei ihrem Frühjahrskonzert am Freitagabend im Bad Berleburger Bürgerhaus war das nicht anders.

Die begnadeten Musiker betörten unter der Leitung von Russell N. Harris mit ihren Vorträgen wieder einmal die anwesenden Liebhaber der klassischen Musik. Das Programm, eine bunte Mischung aus anmutigen, schwärmerischen und frischen Melodien. Frederick Delius' "The Walk to the Paradise Garden" lud gleich zu Beginn zum Träumen ein. Das Stück, das als Zwischenaktmusik für die Oper "A Village Romeo and Juliet" komponiert wurde, erzählte die Geschichte einer großen Liebe. Lang gestreckte Passagen und sanfte Töne wechselten mit energischen Klängen.

Mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert in e-moll verwöhnten die Musiker vor allem die Ohren der Geigenmusikfreunde. Edoadro Zosi überzeugte hier auf ganzer Linie. Der erst 22 Jahre alte Mailänder bezirzte mit leidenschaftlichen Violinsoli und warf bei den Vorträgen seine ganze Virtuosität in die Waagschale. Weil er für seine hingebungsvolle Darbietung donnernden Applaus erntete, bedankte sich der junge Italiener bei den Berleburgern mit einem unangekündigten Capriccio des berühmten Violinisten und Komponisten Niccolò Paganini.

"Die aufsteigende Lerche" von Ralph Vaughan-Williams bot dem Geiger noch einmal die Gelegenheit, die Besucher zu begeistern. Gemeinsam mit dem Orchester bewältigte Zosi bravourös das als "akrobatisches Meisterwerk" genannte Stück des englischen Komponisten, das durch unzählige Triller und fesselnde 64-tel Noten den Gesang und den Aufstieg des Vogels in den Himmel nachzeichnet. Franz Schuberts beliebte fünfte Sinfonie in B-Dur bildete den großartigen Schluss des Konzerts. Mit ihren vier Sätzen verabschiedeten sich die Musiker nach zwei Stunden von ihrem Publikum.

Von Ann Kathrin Müsse

Siegener Zeitung

Siegener Zeitung vom 12.04.2011
Bildquelle: SZ-Foto von Ann Kathrin Müsse (akm)


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