Kulturgemeinde Bad Berleburg

60 Jahre Kulturgemeinde Bad Berleburg:
Theater, Musik, Kunst und Literatur
haben sich seitdem in Wittgenstein Bahn gebrochen

Der große Weg in multiple Kultur wurde 1951 beschritten

Bad Berleburg. (cw) Vor genau 60 Jahren begann mit Martin Deppe, dem Gründervater der Kulturgemeinde, in der Odebornstadt der große Weg in die Welt der multiplen Kultur.

Genau gesagt am 25. Juni 1951 fiel damals der Startschuss für Konzerte aller Art, Theater der Klassik und Unterhaltung oder der bekannten Weltliteratur, der heute einen überaus erfreulichen Rückblick zulässt. Theater, Musik, Kunst und Literatur haben sich seitdem in Wittgenstein Bahn gebrochen. Tausende Menschen unterschiedlicher Couleur erlebten in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen Aufschwung guter Unterhaltung in Wittgenstein.

Die Zusammenarbeit im Vorstand der Berleburger Kulturgemeinde (v.l.) mit Otto Marburger, Bettina Born, Antje Müller, Andreas Wolf und Christoph Haupt spiegelt sich im Angebot wider. (WP-Foto: Christiane Weinhold)

3-M-Damen gewürdigt

Der Vorsitzende der Kulturgemeinde, Otto Marburger, wusste am Abend der Jahresmitgliederversammlung besonders das Engagement der liebevoll genannten 3-M-Damen zu würdigen. Marianne Voss initiierte erstmals 1969 ein Schlosskonzert, was sich bis in die Gegenwart ausgezeichnet etabliert hat. Im Zusammenschluss von Fürstin Margareta, der einstigen Kurdirektorin Martha Schrage und Marianne Voss wurde 1972 die nun schon zur außergewöhnlichen Tradition gewordene Internationalen Musikfestwoche auf Schloss Berleburg als nächstes Kind in die Kulturfamilie geboren. Ein besonderes Dankeschön ging in Abwesenheit an Erika Zoll, die über viele Jahre als Vertragsmanagerin der Kulturgemeinde ein Fels in der Brandung war.

Die Jubiläumsfeier legte der Verein an den Anfang des Jahres. Aus personellen und organisatorischen Gründen begrüßte man hier im Rahmen des Neujahrskonzertes auch die Kultur für 2011 und feierte entsprechend Geburtstag.

"Kinder sind immer willkommene Gäste."
(Otto Marburger)

Der Vorstand ließ in Kooperation ein geschmackvolles 2010 Revue passieren und zog ein durchaus positives Resümee. Bettina Born legte der Versammlung als Schatzmeisterin den aktuellen Wirtschaftsbericht vor. Sie verwies auf die Bedeutung der Sponsoren und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem deutschen Musikrat, der hier immer hilft, die "Konzerte junger Künstler" zu veranstalten.

Der organisatorische Teil wurde mit den Wiederwahlen von Antje Müller (Schriftführerin), Bettina Born (Schatzmeisterin) und Ursula Niem (Beisitzerin) beschlossen.

Beim Programm für die Saison 2011/2012 darf man sich auf viel Abwechslung auf den Gebieten der Konzerttätigkeit freuen. Entsprechend des Gastlandes Island der Frankfurter Buchmesse arbeitet die Kulturgemeinde in Veranstaltergemeinschaft des Berleburger Literaturpflasters, und beschreitet hier auch im Alleingang den musikalischen Weg Islands mit einem Schlosskonzert am 1. Oktober 2011. Bunt geht es weiter mit der WeihnachtsZeitreise am 9. Dezember "Weihnachten fällt aus". Barock und Frühklassik sind auch diesmal nicht aus dem Angebot wegzudenken. Zwei Cembali werden am 25. Februar 2012 ihre Aufwartung mit "Vom Meister zum Schüler" machen. Beisitzer Andreas Wolf spannte einen weiten Bogen über die Konzertabende und erwähnte, dass heutige Weltklasse-Musiker wie Pianist Christian Zacharias bereits in Jugendjahren bedeutende Schritte auf Berleburger Parkett getan haben.

Kinder als künftige Theaterfreunde sind natürlich willkommene Gäste des Vereins. Daher sind übers Jahr verteilt im Interesse der Jungen und Mädchen "Alice im Wunderland", "Die drei kleinen Schweinchen" und "Schneewittchen" im Bürgerhaus zu bestaunen.

Ernstes und Heiteres

Mit der "Cooltour" sprechen Otto Marburger und Christoph Haupt als Vorsitzende eine differenzierte Klientel an. Es sind in diesen Fällen nicht die typischen Theater- und Konzertgänger. "Cooltour" bedeutet Kabarett, Folkloristisches und spaßige Abwechslung. Im Angebot ist Bernhard Hoecker und "Die Weibsbilder" sowie das "Trio Macchiato".

Die ernste Unterhaltung unterstreicht die Kulturgemeinde mit Goethes "Iphigenie auf Tauris", Thomas Manns "Buddenbrooks" und einem Crossover zum Gedenken der Nazi-Opfer und der Befreiung von Auschwitz. Klezmer und Gedichte von Else Lasker-Schüler finden mit Schauspielerin Nina Hooger am 27. Januar 2012 in der Stadtkirche den geeigneten Aufführungsort.

Von Christiane Weinhold

WESTFALENPOST

WESTFALENPOST vom 11.04.2011
Bildquelle: WP-Foto von Christiane Weinhold (cw)


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